Saunabau seit 1968: Corso feiert 20.000 Saunen
Jede Sauna ist wie ein erstes Date: Es ist ein neues Kennenlernen und ein eng abgestimmter Prozess bis zum fertig eingebauten Produkt. Bereits über 20 000 Saunaträume hat das Unternehmen erfüllt und doch bleibt das große Finale jedes Mal ein Gänsehautmoment.

Benedictus Lingens hat 2012 das 1968 von Karl-Heinz Bührmann und Werner Baumholt gegründete Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder übernommen.
„Wenn wir über 20.000 Saunen sprechen, dann sprechen wir über 20.000 Geschichten“, sagt Benedictus Lingens, Geschäftsführer von Corso. Für die Kunden sind ihre Saunen der Ort an dem sie Zeit für sich haben, ein Ort zum Abschalten, ein Ort der ein ganz besonderes Lebensgefühl vermittelt. Und für dieses Gefühl gibt es bei Corso keine Blaupause. Jede Sauna beginnt bei Null, mit Zuhören, Fragen stellen und dem Versuch, zu verstehen wie jemand lebt.
Uns war von Anfang an klar: Wenn wir in der Champions League spielen wollen, dann ist eine Maßanfertigung unabdingbar, weil oft die bauseitigen Maße dazu führen, dass mit einer standardisierten Lösung eben nicht das Beste aus dem verfügbaren Platz herausgeholt werden kann. Dann werden Kompromisse gefunden, die dem Kunden als beste Lösung angepriesen werden. Aber in Wahrheit ist es so, dass nur, wenn man auf den Zentimeter genau baut, man wirklich aus jedem Platz und aus jeder Möglichkeit das Beste herausholt“, so Lingens.
Während die erste Corso Sauna eher schlicht und traditionell war, versteht sie sich heute als Design-Möbelstück und wird als Teil der Architektur gedacht. Hervorzuheben sind Corso-typische Designelemente wie schwebende Saunabänke und blendenfreie Glasfronten. In der Fachwelt gilt die Manufaktur als Referenz für innovativen Saunabau nach Maß im Privat- und Objektbereich: Die ikonischen Designs prägen die Branche seit Jahren, Corso wurde dafür mehrfach mit dem Golden Wave Design Award ausgezeichnet.
Corso begleitet seine Kunden über den kompletten Prozess hinweg. So entstehen Projekte, die nicht nur individualisiert sondern auch perfekt auf die Bedürfnisse der Bauherren abgestimmt sind.
2012 haben die Brüder Lingens das Unternehmen übernommen. „Als ich damals angefangen habe, war die Vision schon seit Beginn ganz klar, den Premiumkunden anzusprechen. Wenn ich mir allerdings heute meinen alten Businessplan durchlese, muss ich stark schmunzeln, weil ich die Geschwindigkeit falsch eingeschätzt habe. In meiner Planung ging es jedes Jahr um gewisse Prozentsätze im Umsatz nach vorne. Die Realität hat gezeigt, dass das keine lineare sondern eher exponentielle Entwicklung ist, die sehr sehr viel Kraft und Einsatz gerade in den ersten Jahren benötigt hat. Dennoch war die Grundvision schon zu Beginn, also inzwischen vor 14 Jahren, ganz klar zu sagen: Wir möchten einer der hochwertigsten und besten Saunahersteller sein und wir wollen die Designsprache im Saunabau prägen. Ich denke, wir sind auf einem sehr guten Weg – wenn wir nicht sogar schon an der Spitze angekommen sind.“
Jüngst wurde eine neue Designsauna für die Ausstellung gebaut. „Für mich ist das eine der schönsten Kabinen, die wir je gebaut haben. In unserer Fertigung wird zeitgleich an mehreren Projekten gearbeitet, aber diese besondere Sauna, die wirklich zeigt, was wir können, wird ungefähr die 20 000ste Kabine gewesen sein. Insgesamt gab es viele sehr tolle Projekte mit interessanten und spannenden Bauherren. Genau das macht meinen Job aus: immer wieder die Herausforderung, ein neues, individuelles Projekt abzuliefern.“

Fotos: Corso Sauna Manufaktur
Texte: Julia Georganoudis




