POOL- UND GARTENPLANUNG
Florian Weggler (links), Gesellschafter von Gartengold und Betriebsleiter von Hainmüller Gartengestaltung und Firmeninhaber Torsten Hainmüller (rechts) stehen für Kompetenz in Garten- und Poolbau. Florian Weggler gibt als Meister im Garten- und Landschaftsbau Tipps rund um die Frage: Wie plane ich meinen Pool und meinen Garten?
Was sollten Kundinnen und Kunden idealerweise bereits vor dem ersten Gespräch mit einem Gala- bzw. Poolbauer wissen oder vorbereitet haben?
Für das erste Gespräch ist es sehr hilfreich, wenn Kundinnen und Kunden sich vorab mit ihren grundsätzlichen Wünschen beschäftigen: Wie soll der Garten später genutzt werden? Geht es eher um Erholung, Familie, Repräsentation, Pflegeleichtigkeit, Wellness oder eine Kombination daraus? Gerade bei Pool, Whirlpool, Swim Spa oder Sauna ist wichtig zu wissen, ob der Fokus auf Entspannung, sportlicher Nutzung, ganzjährigem Betrieb oder einem besonderen Design liegt.
Es muss noch kein fertiger Plan vorhanden sein. Viel wichtiger ist, dass die Kundinnen und Kunden offen sagen, was ihnen gefällt, was sie vermeiden möchten und welche Prioritäten sie haben. Auch ein grober zeitlicher Rahmen und eine erste Vorstellung zum Budget helfen dabei, realistisch und zielgerichtet zu beraten.

Welche konkreten Informationen oder Materialien helfen Ihnen als Fachbetrieb besonders weiter?
Besonders hilfreich sind aktuelle Fotos des Gartens aus mehreren Blickrichtungen, vorhandene Grundstücks- oder Hauspläne, ein Lageplan, Höhenangaben und – wenn vorhanden – ein Aufmaß. Auch Informationen zu bestehenden Leitungen, Zufahrten, Terrassen, Mauern, Bäumen, Nachbarbebauung oder bereits vorhandener Technik sind sehr wertvoll. Für uns als Fachbetrieb ist außerdem interessant, wie der Garten heute genutzt wird und welche Bereiche später erhalten, verändert oder komplett neu gedacht werden sollen. Wenn Kundinnen und Kunden Beispielbilder oder Inspirationsfotos mitbringen, können wir sehr schnell erkennen, welcher Stil gewünscht ist – modern, natürlich, mediterran, geradlinig, exklusiv oder besonders pflegeleicht.
Viele Kundinnen und Kunden haben anfangs nur eine grobe Vorstellung. Wie detailliert sollten ihre Wünsche bereits sein, damit Sie sinnvoll beraten können und an welchen Punkten beraten Sie Ihre Kundinnen besonders intensiv?
Eine grobe Vorstellung reicht für den Anfang vollkommen aus. Kundinnen und Kunden müssen nicht wissen, welche Poolgröße technisch ideal ist oder welches Saunamodell perfekt passt. Genau dafür sind wir da. Wichtig ist eher, dass die gewünschte Nutzung klarer wird: Soll der Pool vor allem optisch wirken, soll darin geschwommen werden, soll er für Kinder geeignet sein oder soll eine ganzjährige Wellnesslösung entstehen?
Besonders intensiv beraten wir bei der passenden Größe, der Einbindung in den Garten, der Technik, der Pflege, der Energieeffizienz und der späteren Alltagstauglichkeit. Bei hochwertigen Garten- und Wellnessanlagen geht es nicht nur darum, ein einzelnes Produkt zu platzieren. Pool, Terrasse, Sichtschutz, Beleuchtung, Bepflanzung, Wegeführung, Sauna oder Whirlpool müssen gemeinsam funktionieren. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Gartengestaltung und Outdoor-Wellness liegt unsere Stärke.

Wie wichtig ist es, von Anfang an ein Budget zu kommunizieren – und wie können Bauherren vermeiden, ihre finanziellen Möglichkeiten falsch einzuschätzen?
Ein Budget von Anfang an offen zu kommunizieren, ist sehr wichtig. Es hilft nicht, an einer Lösung zu planen, die später finanziell nicht zum Projekt passt. Mit einer realistischen Budgetspanne können wir viel gezielter beraten und Prioritäten setzen: Was ist sofort sinnvoll? Was kann vorbereitet und später ergänzt werden? Wo lohnt sich Qualität besonders, und wo gibt es wirtschaftlichere Alternativen?
Viele Bauherren unterschätzen, dass bei Pool- und Gartenprojekten nicht nur das Produkt selbst zählt. Erdarbeiten, Fundamente, Entwässerung, Strom, Wasseranschlüsse, Technik, Zufahrt, Beläge, Sichtschutz, Bepflanzung und Beleuchtung gehören ebenfalls zum Gesamtprojekt. Wer früh über das Budget spricht, vermeidet Missverständnisse und bekommt eine Planung, die gestalterisch, technisch und wirtschaftlich zusammenpasst.
Welche Fehler oder Missverständnisse begegnen Ihnen in der Praxis immer wieder bei der Garten- und Poolplanung? Gibt es einen Weg diese vermeiden können?
Ein häufiger Fehler ist, dass einzelne Elemente isoliert geplant werden. Erst wird ein Pool gekauft, später überlegt man, wie Terrasse, Sichtschutz, Technik oder Bepflanzung dazu passen. Das führt oft zu Kompromissen, höheren Kosten oder unnötigen Nacharbeiten. Besser ist es, den Garten von Anfang an als Gesamtkonzept zu betrachten.
Ein weiteres Missverständnis betrifft den Aufwand hinter einer hochwertigen Anlage. Viele unterschätzen Erdarbeiten, Fundamentaufbau, Leitungsführung, Pflege, Technikzugang oder die spätere Bedienbarkeit. Vermeiden lässt sich das durch eine ehrliche Beratung, eine saubere Planung und eine frühe Bestandsaufnahme vor Ort. Je genauer die Rahmenbedingungen bekannt sind, desto zuverlässiger kann das Projekt umgesetzt werden.

Welche baulichen oder rechtlichen Aspekte werden von privaten Bauherren häufig übersehen?
Häufig übersehen werden die Bodenbeschaffenheit, Höhenunterschiede, Entwässerung, Zufahrtsmöglichkeiten für Maschinen und die Tragfähigkeit des Untergrunds. Gerade bei Pools, Swim Spas oder Saunen müssen Fundament, Aufstellfläche und Anschlüsse sehr genau passen. Auch die Frage, wie Technik erreichbar bleibt, wird am Anfang oft unterschätzt.
Rechtlich können je nach Bundesland, Kommune und Projekt Genehmigungen, Abstandsflächen, Bebauungspläne, Versiegelungsflächen, Nachbarschaftsrechte oder Vorgaben zur Entwässerung eine Rolle spielen. Deshalb empfehlen wir, solche Punkte frühzeitig zu prüfen. Als Fachbetrieb weisen wir auf typische Themen hin, die endgültige Klärung erfolgt bei Bedarf gemeinsam mit den zuständigen Stellen oder Fachplanern.
In welchen Bereichen profitieren Kundinnen und Kunden besonders von Ihrer Erfahrung? Gibt es Entscheidungen, bei denen Sie klar empfehlen, sich auf die Expertise des Fachbetriebs zu verlassen?
Kundinnen und Kunden profitieren besonders bei Entscheidungen, die später nur schwer oder teuer zu korrigieren sind. Dazu gehören die Positionierung von Pool, Sauna oder Whirlpool, die Höhenplanung, Fundamente, Entwässerung, Technikflächen, Strom- und Wasseranschlüsse, Materialwahl und die Verbindung zur bestehenden Architektur.
Wir empfehlen klar, sich bei technischen und baulichen Fragen auf die Erfahrung des Fachbetriebs zu verlassen. Ein Pool oder eine Sauna soll nicht nur auf dem Papier gut aussehen, sondern im Alltag funktionieren, pflegeleicht bleiben und langfristig Freude machen. Aus vielen umgesetzten Projekten wissen wir, welche Lösungen sich bewähren und welche Ideen in der Praxis später Probleme verursachen können.

Wie läuft ein typisches Projekt von der ersten Idee bis zur fertigen Pool- und Gartenanlage ab – was können Kundinnen tun, um den Prozess möglichst reibungslos zu gestalten?
Ein typisches Projekt beginnt mit einem ersten Beratungsgespräch und einer Bestandsaufnahme. Danach werden Wünsche, Nutzung, Budget und technische Rahmenbedingungen geklärt. Anschließend entsteht ein Konzept, das Garten, Pool, Terrasse, Sichtschutz, Bepflanzung, Beleuchtung und mögliche Wellnessbereiche wie Sauna oder Whirlpool zusammenführt. Nach der Abstimmung folgen Angebot, Detailplanung, Terminierung und schließlich die Umsetzung vor Ort. Kundinnen und Kunden können den Prozess erleichtern, indem sie Unterlagen, Fotos, Pläne und Wünsche möglichst früh bereitstellen, offen über Budget und Prioritäten sprechen und Entscheidungen zeitnah treffen. Je klarer die Kommunikation ist, desto reibungsloser läuft das Projekt. Unser Ziel ist immer eine Anlage, die optisch begeistert, technisch sauber umgesetzt ist und langfristig zum Lebensstil der Kundinnen und Kunden passt.



